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Datenbewirtschaftung

Die Qualität einer Information hängt von den ihr zugrunde liegenden Daten ab. Das Bundesamt für Statistik (BFS) setzt sich dafür ein, die Aufgaben der öffentlichen Verwaltung mithilfe einer guten Datenbewirtschaftung zu vereinfachen. Es arbeitet seit über 160 Jahren mit Daten. Statistiken erstellen bedeutet Daten aus Erhebungen, Registern und Befragungen zusammenzutragen, zu klassifizieren und zu analysieren. Darin hat das BFS eine langjährige Erfahrung.

Im Zeitalter der Digitalisierung sind Daten eine zentrale Ressource. Ihr Wert zeigt sich erst, wenn sie nutzbar, vergleichbar und harmonisiert sind. Aus diesem Grund entwickelt das BFS Methoden und Instrumente für die Datenharmonisierung und koordiniert als «Swiss Data Steward» die Standardisierung und Harmonisierung der Daten.

Warum ist Datenbewirtschaftung wichtig?

Mithilfe von gut strukturierten, zuverlässigen und zugänglichen Daten können Statistiken sowie öffentliche Dienstleistungen rasch und effizient bereitgestellt werden. Eine konsequente Datenbewirtschaftung gewährleistet nicht nur die Qualität der produzierten Statistiken, sondern auch die Sicherheit und die Vertraulichkeit der erhobenen Informationen. Dank Dateninteroperabilität können verschiedene Systeme reibungslos, kohärent und somit effizienter miteinander kommunizieren. Eine gute Datengouvernanz stärkt das Vertrauen, reduziert den Verwaltungsaufwand und fördert die Innovation. Sie bildet die Grundlage für die Digitalisierung der Verwaltung und ermöglicht es, das Potenzial von Daten voll auszuschöpfen.

Nationale Datenbewirtschaftung (NaDB)

Das Programm Nationale Datenbewirtschaftung (NaDB) vereinfacht das Datenmanagement der öffentlichen Hand. Heute müssen die gleichen Informationen oft an verschiedene Verwaltungsstellen gemeldet werden – künftig dank dem Once-Only-Prinzip nur noch einmal. Berechtigte Stellen tauschen die Daten untereinander aus, was Bevölkerung, Unternehmen und Staat spürbar entlastet.

Stammdaten

Stammdaten sind Daten, die im Gegensatz zu bereichsspezifischen Daten für alle Verwaltungsbehörden von Interesse sind.Im digitalen Zeitalter und im Rahmen der Umsetzung des Once-Only-Prinzips, erweist sich eine gemeinsame Verwaltung und Bereitstellung von Daten als notwendig, um deren einheitliche Nutzung zu gewährleisten.

Nationaler Adressdienst (NAD)

Der Nationale Adressdienst (NAD) wird vom Bundesamt für Statistik entwickelt und ermöglicht berechtigten Behörden künftig einen sicheren, gesetzlich geregelten Zugriff auf Adress- und Wohnsitzinformationen. Der NAD vereinfacht Verwaltungsabläufe und unterstützt eine effiziente Aufgabenerfüllung.

Semantische Interoperabilität

Damit Daten organisationsübergreifend genutzt werden können, müssen überall dieselben Begriffe, Definitionen und Codierungen genutzt werden. Mit der Interoperabilitätsplattform I14Y stellt das Bundesamt für Statistik ein Hilfsmittel zur Inventarisierung und Harmonisierung von Daten und Konzepten zur Verfügung.

Aktuelles

Interoperabilitätsplattform I14Y

Auf der Interoperabilitätsplattform I14Y können Behörden aller föderalen Ebenen ihre Datensätze, elektronischen Schnittstellen (APIs) und Behördenleistungen mittels Metadaten beschreiben und so auffindbar machen.

Weiterführende Informationen

Kontakt

Bundesamt für Statistik
Espace de l'Europe 10
CH-2010 Neuchâtel