Nationale Datenbewirtschaftung (NaDB)
Das Programm Nationale Datenbewirtschaftung (NaDB) vereinfacht das Datenmanagement der öffentlichen Hand. Heute müssen die gleichen Informationen oft an verschiedene Verwaltungsstellen gemeldet werden – künftig dank dem Once-Only-Prinzip nur noch einmal. Berechtigte Stellen tauschen die Daten untereinander aus, was Bevölkerung, Unternehmen und Staat spürbar entlastet.

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- Das Programm Nationale Datenbewirtschaftung (NaDB) kurz erklärt
Voraussetzungen für ein effizientes Datenmanagement
Damit ein gemeinsames Datenmanagement über alle föderalen Ebenen hinweg möglich wird, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Dazu gehören rechtliche Grundlagen, die den Austausch und die Nutzung von Daten regeln. Ebenso müssen Informatiksysteme technisch interoperabel sein, damit sie Informationen zuverlässig austauschen können.
Zudem braucht es gemeinsame Standards, nach denen Daten erhoben und beschrieben werden. Diese sogenannte semantische Interoperabilität bildet – zusammen mit der organisatorischen, rechtlichen und technischen Interoperabilität – die Grundlage für eine Mehrfachnutzung von Daten.
Was bedeutet Interoperabilität?
Interoperabilität bezeichnet die Fähigkeit unabhängiger und heterogener Systeme, nahtlos zusammenzuarbeiten. Sie ermöglicht einen effizienten Informationsaustausch, ohne dass für jeden Einzelfall neue Absprachen nötig sind.
Das European Interoperability Framework (EIF) unterscheidet vier Ebenen:
- Die rechtliche Interoperabilität schafft die gesetzlichen Grundlagen für die Zusammenarbeit.
- Die organisatorische Interoperabilität stellt sicher, dass Geschäftsprozesse aufeinander abgestimmt sind.
- Die semantische Interoperabilität sorgt dafür, dass Daten beim Austausch gleich verstanden werden und nicht manuell angepasst werden müssen.
- Die technische Interoperabilität umfasst die technischen Aspekte des Datenaustauschs, etwa Schnittstellenstandards und Übermittlungsprotokolle.
Metadatenplattform I14Y als technische Grundlage für interoperables Datenmanagement
Um die Mehrfachnutzung von Verwaltungsdaten zu fördern und deren Sichtbarkeit sowie Auffindbarkeit zu verbessern, wurde die Interoperabilitätsplattform I14Y entwickelt. Auf dieser Plattform werden die Datensammlungen der Behörden mit Metadaten nach dem Data Catalog Vocabulary beschrieben. Diese Metadaten geben Auskunft darüber, welche Daten vorhanden sind und wie deren Qualität einzuschätzen ist. So können Nutzerinnen und Nutzer gezielt nach Daten suchen, diese vergleichen und weiterverwenden.
Weiterführende Informationen
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Register
Register sind der Schlüssel für eine sichere und effiziente Statistik sowie für eine Verwaltung ohne Datendubletten. Zahlreiche Statistiken benötigen als Grundlage verschiedene Informationen, beispielsweise zu Unternehmen oder Gebäuden in der Schweiz. Diese Daten sind in den laufend aktualisierten Registern enthalten, die folglich eine wichtige Datenquelle für Statistiken bilden. Das BFS führt das Betriebs- und Unternehmensregister (BUR), das Register der Unternehmens-Identifikationsnummern (UID) und das eidgenössische Gebäude- und Wohnungsregister (GWR). Es stellt ihre Qualität sicher und garantiert den Zugriff auf einen Teil der darin enthaltenen Daten. Die Aktualisierung dieser Register ist an die administrativen Prozesse gebunden und weitgehend automatisiert. Viele Bundesämter, Kantone, Gemeinden, Unternehmen und Forschungsinstitute nutzen Daten aus den vom BFS geführten Registern. Register sorgen für Transparenz, ermöglichen die Umsetzung des Once-Only-Prinzips (die Daten müssen nur einmal übermittelt werden), einen effizienten Informationsaustausch und die Bereitstellung von Daten für die Statistikproduktion.
Open Government Data (OGD)
Open Government Data (OGD) erleichtern den Zugang zu öffentlichen Daten und stärken so die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an der Demokratie. Sie werden zur Förderung von Transparenz und Innovation frei, kostenlos und in einem wiederverwendbaren Format bereitgestellt. Dadurch können sie von Forschenden, Medien, Unternehmen und Privatpersonen eingesehen, analysiert, kombiniert und ergänzt werden. Die Geschäftsstelle OGD, die beim Bundesamt für Statistik (BFS) angesiedelt ist, spielt eine zentrale Rolle bei der Definition von Standards für die Veröffentlichung von Daten, bei der Unterstützung von Datenlieferanten und -nutzenden sowie bei der Förderung des Wissensaustauschs über offene Daten.
Digitale Verwaltung Schweiz
Die Digitale Verwaltung Schweiz (DVS) koordiniert und fördert die digitale Transformation der öffentlichen Verwaltungen zwischen und innerhalb der drei Staatsebenen.
eCH E-Government Standards
Der Verein eCH fördert, entwickelt und verabschiedet Standards im Bereich E-Government. Für eine effiziente elektronische Zusammenarbeit zwischen Behörden, Unternehmen und Privaten.
Digitale Transformation und IKT-Lenkung (DTI)
Der Bereich (DTI) der Bundeskanzlei unterstützt und koordiniert die digitale Transformation der Bundesverwaltung. Er arbeitet eng mit den Departementen zusammen.
Bundesamt für Statistik
Espace de l'Europe 10
2010 Neuchâtel