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Warum es uns braucht

Gute Entscheidungen brauchen solide Grundlagen. Hochwertige Daten und verlässliche Statistik schaffen Transparenz und ermöglichen fundierte Entscheide in der Politik, der Wirtschaft wie auch im Privaten. Sie stärken das Vertrauen in Staat und Gesellschaft. Das Bundesamt für Statistik (BFS) stellt sicher, dass Daten in der Schweiz professionell erhoben, sorgfältig aufbereitet und zugänglich gemacht werden – als Basis für Demokratie, Wirtschaft und Forschung.

Illustration: Ein Kristall mit Aufwärtspfeil auf einer Plattform mit Schaltkreisen ist mit einer zweiten Plattform verbunden, auf der Menschen mit Tablets Säulendiagramme und Auswertungen betrachten.

Was sind gute Daten und Statistiken?

Gute Entscheidungen, Innovation und Entwicklung erfordern gute Informationen und den richtigen Umgang damit. Es sind jedoch längst nicht alle heute verfügbaren Daten verlässlich. In einer Zeit, in der grosse Datenmengen leicht verfügbar sind, Information und Austausch vermehrt in den Sozialen Medien oder mithilfe von KI stattfinden, wird Qualität oft mit Quantität, Schnelligkeit und Meinung verwechselt, während saubere Datenerhebung, transparente Methoden und sorgfältige Analyse in den Hintergrund treten. Unser Ansatz

Gute Daten sind systematisch und nach klaren Standards erhoben. Gute Statistiken werten diese Daten transparent und nachvollziehbar aus.

Beim BFS wird Qualität seit jeher eine grosse Bedeutung beigemessen. Die Daten und Statistiken der gesamten öffentlichen Statistik werden unabhängig von politischer Einflussnahme und unter Nutzung anerkannter wissenschaftlicher Methoden erstellt. Das BFS folgt ethischen Grundsätzen und gesetzlichen Vorgaben. Seine Informationen und Arbeiten sind umfassend dokumentiert, wahren Datenschutz und Privatsphäre, sind dezentral erarbeitet sowie über Raum und Zeit vergleichbar.

Wie und wem dienen öffentliche Statistiken und Daten?

Öffentliche Statistiken zeigen, wie sich die Bevölkerung entwickelt, wie die Wirtschaft läuft oder wie sich Bildung, Umwelt und Gesundheit verändern. Sie sind wichtig, um zu planen. Dank der öffentlichen Statistik können wir mit verlässlichen Grundlagen antizipieren, wie viele Kinder in Zukunft die Schule besuchen, wie viele Personen auf medizinische Betreuung angewiesen sind oder wo neuer Wohnraum und Verkehrsanbindungen gebraucht werden. Bund, Kantone und Gemeinden können so Ressourcen sinnvoll zuteilen – und die Politik kann Gesetze auf tatsächliche Bedürfnisse ausrichten sowie ihre Wirkung evaluieren. Die Öffentlichkeit – interessierte Bevölkerung, Medien, Unternehmen, Parteien oder NGO – erhält mit der öffentlichen Statistik einen unkomplizierten Zugang zu Informationen über die Schweiz. Sie hat ein Anrecht auf fundierte und vertrauenswürdige Entscheidungsgrundlagen. Die öffentliche Statistik hilft beim Verstehen und Entwickeln des Landes.

Institutionelle Verhandlungspartner, darunter die Sozialpartner, Branchenverbände oder Interessengruppen, setzen ebenfalls auf die vertrauenswürdigen Grundlagen der öffentlichen Statistik. In diesem Fall schaffen die Daten eine gemeinsame Wissensbasis, um Diskussionen und Verhandlungen effizienter zu gestalten, zum Beispiel für Ausarbeitung von Gesamtarbeitsverträgen, die Lohn- und Arbeitsbedingungen für eine Branche festhalten.

Für die Forschungsgemeinschaft stellen die Daten der öffentlichen Statistik eine wertvolle Ressource dar. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler benötigen gut dokumentierte und vielseitig verwendbare Daten, um ihre Forschungsarbeiten effizient durchführen zu können. BFS strebt an, eine flexible Datenverwendung zu ermöglichen und die Methodik sowie die Entwicklung der Daten über die Zeit gründlich zu dokumentieren.

Nicht zuletzt greifen zudem internationale Organisationen wie der Internationale Währungsfonds (IWF) auf die Informationen der Bundesstatistik zurück. Die Daten unterstützen die verschiedenen Akteure bei der Problemanalyse, der Bewertung der Auswirkungen möglicher Massnahmen und der Entscheidungsfindung.

So dient das BFS in seiner Rolle als wichtigster Produzent und Koordinator der öffentlichen Statistik sowie als Swiss Data Steward unterschiedlichsten Akteuren und Institutionen als wertvolle Informationsquelle und ist ein zentraler Partner für fundierte Analysen, Entscheidungen und Forschungsarbeiten.

Wozu braucht es Datenbewirtschaftung?

Die zentrale Herausforderung des 21. Jahrhunderts liegt nicht mehr in der Datenerhebung, sondern in der systematischen Nutzung vorhandener Daten.

Nicht zuletzt durch die Digitalisierung hat sich geändert, wie Daten entstehen, verarbeitet werden und zur Verfügung stehen. Die Datenmengen wachsen an. Oftmals ist die Qualität der heute vielerorts und vielfältig entstehenden Daten unzureichend aufgrund ungenügender Standards und Absprachen oder mangelnder Informationen zur Qualität der zur Verfügung gestellten Daten. Qualität und damit auch die Verknüpfbarkeit der Daten sind aber entscheidend, damit Daten zielführend genutzt werden und aus ihnen Mehrwerte geschaffen werden.

So müssen Daten heute identifiziert, integriert, rechtlich abgesichert, zugänglich und verknüpfbar gemacht und qualitätsgesichert werden. Diese Aufgaben gehen weit über die klassische Statistikproduktion (Erhebung, Analyse) hinaus.

Das BFS ist heute zunehmend Datenkoordinator und Qualitätssicherer. Seine Aufgabe besteht dabei darin, unterschiedliche Datenquellen zusammenzuführen, deren Qualität und Vergleichbarkeit sicherzustellen, hochwertige Daten für andere Behördenleistungen zur Verfügung zu stellen sowie die Verwaltung mit seinen Kompetenzen, Grundlagen und Produkten in diesen Belangen zu beraten und unterstützen – während es weiterhin seine verlässlichen Informationen für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft bereitstellt.

In standardisierter und strukturierter Form zur Verfügung gestellte Daten und Informationen erhöhen den Nutzen für Verwaltung, die Wirtschaft, Wissenschaft und Bevölkerung. Sie ermöglichen Innovation, Modernisierung, Effizienzsteigerung und besseren Dienstleistung für den Bürger. Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit fordern deshalb zunehmend:

  • eine effiziente, koordinierte Datennutzung innerhalb der Verwaltung,
  • klare Regeln für Datenmanagement, Governance, Sicherheit und Interoperabilität,
  • sowie die Schaffung von Grundlagen für datengetriebene Politik, Forschung, Innovation und den Einsatz von KI.

Es ist darum erklärtes Ziel der Bundesverwaltung, ein übergreifendes Daten- und Informationsmanagement etablieren.

Datenpolitik und Data Governance (Koordination, Qualitätssicherung)

Die zunehmende Verfügbarkeit von Daten und neue Möglichkeiten zur Verarbeitung von Daten eröffnen Potenziale für immer mehr und immer bessere und günstigere Produkte und Dienstleistungen. Daten sind aber nicht für alle zugänglich. Viele Datenproduzenten haben keinen Anreiz, ihre Daten zu teilen oder sie so zu halten und aufzubereiten, dass sie mehrfach verwendet werden können. Auch kann es im unternehmerischen Interesse sein, Daten für sich oder einen eingegrenzten Kreis von Nutzern vorzubehalten.

Um das Potenzial von Daten – unabhängig davon, wo oder bei wem sie entstehen – im Sinne des Gemeinwohls nutzen zu können, braucht es eine vorausschauende Datenpolitik. Das bedeutet: Es müssen klare Entscheide darüber getroffen werden, unter welchen Bedingungen Daten genutzt oder geteilt werden dürfen. Dazu können auch Vorgaben gehören, Daten in bestimmten Fällen zu teilen und einheitlich zu strukturieren, etwa im gleichen Format. So werden Daten vergleichbar, analysierbar und miteinander verknüpfbar. Um den Datenaustausch und die Mehrfachnutzung zu ermöglichen, braucht es zudem geeignete rechtliche, organisatorische, semantische und technische Rahmenbedingungen.

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Illustration: Mehrere Gebäudeteile mit Büros, in denen Personen an Diagrammen, Datenwürfeln und Präsentationen arbeiten, sind mit einem Kristall mit Aufwärtspfeil in der Mitte verbunden.

Unser Ansatz

Qualität wird in der öffentlichen Statistik seit jeher eine grosse Bedeutung beigemessen. Die Daten und Statistiken des Bundesamtes für Statistik (BFS) werden unabhängig von politischer Einflussnahme und unter Nutzung anerkannter wissenschaftlicher Methoden erstellt. Das BFS legt seine Quellen sowie die Erhebungs- und Bearbeitungsmethoden transparent offen.Auf internationaler und nationaler Ebene wurden grundlegende Prinzipien der öffentlichen Statistik erarbeitet. Das BFS folgt diesen ethischen Grundsätzen sowie gesetzlichen Vorgaben. Seine Informationen und Arbeiten sind umfassend dokumentiert und entsprechen den Datenschutzrichtlinien. Dabei optimiert das BFS das methodische Vorgehen laufend und sichert den Ausgleich zwischen Aussagekraft, Belastung, Ressourcen und Datenschutz. Zum Beispiel koordiniert es seine Erhebungen so, dass eine möglichst geringe Belastung durch Befragungen für Bevölkerung und Unternehmen entsteht. Die Ergebnisse sind über Raum und Zeit vergleichbar. Darüber hinaus setzt sich das BFS mit der Definition von Standards, Beratung und technischer Infrastruktur für die Mehrfachnutzung von Daten ein, damit möglichst viel Mehrwert aus bestehenden Daten geschaffen werden kann.

Illustration: Farbige Datenwürfel fliegen in ein aufgeschlagenes Buch auf einem Pult, an dem eine Person liest; rechts ein Kristall mit Aufwärtspfeil.

Daten & Statistiken verstehen

Erfahren Sie, wie statistische Daten entstehen, wie ihre Qualität gesichert wird und wie sie richtig eingeordnet werden.

Illustration: Eine Schweizer Karte mit farbig abgestuften Kantonen; in der Mitte steht ein Kristall mit Aufwärtspfeil.

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