Wie wir arbeiten
Das Bundesamt für Statistik (BFS) sorgt für ein angemessenes Verhältnis zwischen hoher Datenqualität, Ressourceneinsatz, Aufwand für die Befragten und der Aktualität der Daten. Ziel ist es, verlässliche Informationen bereitzustellen, ohne unnötigen Aufwand zu verursachen.
Dabei arbeitet das BFS eng mit nationalen und internationalen Partnern zusammen und profitiert vom gemeinsamen Wissen und Erfahrungsaustausch. Es verpflichtet sich zu hohen Qualitätsstandards und klaren ethischen Grundsätzen im Umgang mit Daten. Es nutzt seine Erfahrung sowie neuste datenwissenschaftliche Methoden und Technologien. Das BFS bietet volle Transparenz über Gültigkeitsbereich und Quellen der Informationen sowie über die Erhebungs- und Bearbeitungsmethoden.
Das BFS treibt die Mehrfachnutzung von Daten in der Verwaltung voran. Dadurch müssen Daten seltener neu erhoben werden und es können immer die aktuellsten Daten genutzt werden. Dies macht Befragungen weniger belastend und Verwaltungsprozesse effizienter.

Unsere Quellen
Das Bundesamt für Statistik (BFS) gewinnt statistische Informationen heute nur noch teilweise durch eigene Erhebungen. Die Bundesstatistik stützt sich vor allem auf Daten, die bereits in der Verwaltung vorhanden sind, beispielsweise Angaben zu Adresse, Wirtschaftszweig oder Anzahl Beschäftigter eines Unternehmens. Solche Daten werden in Registern geführt und können ausgewertet sowie mit anderen Daten verknüpft werden. Die Bundesstatistik nutzt somit Daten, die ursprünglich nicht für statistische Zwecke erhoben wurden. Dazu gehören auch Scannerdaten von Einzelhändlern oder Preisangaben im Internet, die für die Berechnung von Preisstatistiken verwendet werden. Das reduziert den Aufwand für Bevölkerung und Wirtschaft, da weniger Befragungen nötig sind. Gleichzeitig wird die Statistikproduktion weniger aufwändig für das BFS und damit kostengünstiger und aktueller für alle.
Unsere Partner
Das Bundesamt für Statistik (BFS) arbeitet in den beiden Tätigkeitsgebieten Daten und Statistik eng mit nationalen und internationalen Partnern zusammen. In der Schweiz sind dies insbesondere die kantonalen und kommunalen Statistikstellen, andere Bundesämter sowie wissenschaftliche Institutionen. International ist das BFS in verschiedene Statistiknetzwerke eingebunden, um Daten vergleichbar zu machen und den Wissensaustausch zu fördern.Das BFS koordiniert diese Zusammenarbeit über verschiedene Gremien. Der Austausch stärkt gemeinsame Standards, die technische und fachliche Interoperabilität (also die Fähigkeit von Systemen und Organisationen, reibungslos zusammenzuarbeiten) sowie Innovationen im Datenmanagement. So entsteht eine verlässliche Grundlage für vergleichbare, qualitativ hochwertige Statistik mit hoher Relevanz und Glaubwürdigkeit für Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Öffentlichkeit.
Unser Ansatz
Qualität wird in der öffentlichen Statistik seit jeher eine grosse Bedeutung beigemessen. Die Daten und Statistiken des Bundesamtes für Statistik (BFS) werden unabhängig von politischer Einflussnahme und unter Nutzung anerkannter wissenschaftlicher Methoden erstellt. Das BFS legt seine Quellen sowie die Erhebungs- und Bearbeitungsmethoden transparent offen.Auf internationaler und nationaler Ebene wurden grundlegende Prinzipien der öffentlichen Statistik erarbeitet. Das BFS folgt diesen ethischen Grundsätzen sowie gesetzlichen Vorgaben. Seine Informationen und Arbeiten sind umfassend dokumentiert und entsprechen den Datenschutzrichtlinien. Dabei optimiert das BFS das methodische Vorgehen laufend und sichert den Ausgleich zwischen Aussagekraft, Belastung, Ressourcen und Datenschutz. Zum Beispiel koordiniert es seine Erhebungen so, dass eine möglichst geringe Belastung durch Befragungen für Bevölkerung und Unternehmen entsteht. Die Ergebnisse sind über Raum und Zeit vergleichbar. Darüber hinaus setzt sich das BFS mit der Definition von Standards, Beratung und technischer Infrastruktur für die Mehrfachnutzung von Daten ein, damit möglichst viel Mehrwert aus bestehenden Daten geschaffen werden kann.
Aktuelles
Eine moderne Charta für die öffentliche Statistik
Der Verhaltenskodex der öffentlichen Statistik stellt Qualität und Ethik ins Zentrum.
Erste Data-Literacy-Charta Schweiz
Die Charta soll einen gesellschaftlich breit getragener Kulturwandel im Umgang mit allgemeinen und persönlichen Daten anstossen.
Verhaltenskodex für die Datenwissenschaft
Die Bundesverwaltung erhält eine wichtige Orientierungshilfe für eine menschenzentrierte und vertrauenswürdige Datenwissenschaft.
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