Unsere Quellen
Das Bundesamt für Statistik (BFS) gewinnt statistische Informationen heute nur noch teilweise durch eigene Erhebungen. Die Bundesstatistik stützt sich vor allem auf Daten, die bereits in der Verwaltung vorhanden sind, beispielsweise Angaben zu Adresse, Wirtschaftszweig oder Anzahl Beschäftigter eines Unternehmens. Solche Daten werden in Registern geführt und können ausgewertet sowie mit anderen Daten verknüpft werden. Die Bundesstatistik nutzt somit Daten, die ursprünglich nicht für statistische Zwecke erhoben wurden. Dazu gehören auch Scannerdaten von Einzelhändlern oder Preisangaben im Internet, die für die Berechnung von Preisstatistiken verwendet werden. Das reduziert den Aufwand für Bevölkerung und Wirtschaft, da weniger Befragungen nötig sind. Gleichzeitig wird die Statistikproduktion weniger aufwändig für das BFS und damit kostengünstiger und aktueller für alle.

Effizienter, aktueller und weniger belastend – Register als Grundlage statistischer Auswertungen
Wie viele Menschen leben wo? Wie alt sind sie, wie wohnen sie, was arbeiten sie, welche Sprachen sprechen sie? Diese Informationen sind wichtig, um die Dinge wie Schulen, Wohnraum oder Verkehrswege besser planen zu können. Deswegen wird die Bevölkerung seit mehr als 175 Jahren systematisch erfasst. Genannt wird diese Erhebung Volkszählung. Die Volkszählung wurde bis 2000 als sogenannte Vollerhebung durchgeführt. Jede Person und jeder Haushalt der Schweiz erhielt dazu einen Fragebogen. Das war teuer, aufwändig und führte zu langen Auswertungszeiten. Heute führt die Schweiz keine klassische Volkszählung mehr durch, sondern eine registerbasierte. Grundlegende Daten wie z.B. Name, Nationalität oder Adresse stammen aus amtlichen Registern wie dem Einwohnerregister oder dem Gebäude- und Wohnungsregister. Diese werden regelmässig aktualisiert und für die Auswertung miteinander verknüpft. So kann der Bevölkerungsstand laufend abgebildet werden. Nur noch ergänzend führt das BFS Stichprobenerhebungen durch (z.B. Strukturerhebungen), um zusätzliche Informationen zu gewinnen, die in den Registern fehlen – etwa zu Bildung, Arbeit, Sprache oder Religion. So bilden Register das Fundament der modernen Volkszählung in der Schweiz. Sie und viele weitere Statistiken werden dadurch effizienter, aktueller, kostengünstiger und weniger belastend für Bevölkerung und Unternehmen.
Die Volkszählung wurde bis 2000 als sogenannte Vollerhebung durchgeführt. Jede Person und jeder Haushalt der Schweiz erhielt dazu einen Fragebogen. Das war teuer, aufwändig und führte zu langen Auswertungszeiten. Heute führt die Schweiz keine klassische Volkszählung mehr durch, sondern eine registerbasierte. Grundlegende Daten wie z.B. Name, Nationalität oder Adresse stammen aus amtlichen Registern wie dem Einwohnerregister oder dem Gebäude- und Wohnungsregister. Diese werden regelmässig aktualisiert und für die Auswertung miteinander verknüpft. So kann der Bevölkerungsstand laufend abgebildet werden kann. Nur noch ergänzend führt das BFS Stichprobenerhebungen durch (z.B. Strukturerhebungen), um zusätzliche Informationen zu gewinnen, die in den Registern fehlen – etwa zu Bildung, Arbeit, Sprache oder Religion.
So bilden Register das Fundament der modernen Volkszählung in der Schweiz. Sie und viele weitere Statistiken werden dadurch effizienter, aktueller, kostengünstiger und weniger belastend für Bevölkerung und Unternehmen.
Was sind Register?
Viele Statistiken basieren auf Angaben zu Personen, Unternehmen und deren Adresse. Damit diese Daten nur einmal gemeldet werden müssen (Once-Only-Prinzip) und die Statistik auf aktuelle Daten zugreifen kann, führt das BFS sogenannte Register.
Zu den vom BFS betriebenen Registern gehören das Betriebs- und Unternehmensregister (BUR/UID) sowie das Gebäude- und Wohnungsregister (GWR). Daneben führen andere Stellen weitere amtliche Register wie etwa das Handelsregister, das Grundbuch, die Versichertenregister der AHV/IV oder das Strafregister. Es handelt sich dabei um strukturierte Datensammlungen der öffentlichen Verwaltung, die rechtliche Vorgänge festhalten. Sie umfassen insbesondere sogenannte Stammdaten (grundlegende, langfristig stabile Angaben wie Name, Adresse oder Unternehmensidentifikation). Die Aktualisierung dieser Daten ist eng mit Verwaltungsabläufen verknüpft und erfolgt weitgehend automatisiert.
Stammdaten werden gemeinsam auf allen föderalen Ebenen unter Berücksichtigung des Datenschutzes und der geltenden Rechtsgrundlagen bewirtschaftet und genutzt. Eine gemeinsame Verwaltung von Stammdaten ist ein zentrales Element, um die digitale Transformation von Behörden zu unterstützen. Es entlastet Bevölkerung und Unternehmen, da diese ihre Daten im Idealfall nur einmal an die Verwaltung übermitteln müssen. Die Register des BFS spielen eine wichtige Rolle bei diesem Vorgehen.
Was sind Verwaltungsdaten?
Verwaltungsdaten sind Daten, die bei der täglichen Arbeit der Behörden anfallen, etwa im Bildungswesen oder bei der Sozialversicherung. Sie können in anonymisierter Form auch für statistische Zwecke verwendet werden. Gemäss Bundesstatistikgesetzt (Artikel 4) sind, wenn immer möglich, bereits vorhandene Daten zu nutzen; direkte Erhebungen dürfen nur durchgeführt werden, wenn solche Daten nicht verfügbar sind.
Was sind Erhebungen?
Erhebungen sind systematische Datensammlungen, bei denen das BFS Personen, Haushalte oder Unternehmen direkt befragt. Sie liefern Informationen, die in Registern oder Verwaltungsdaten nicht vorhanden sind, etwa zur Wohnsituation oder zu Arbeitswegen. Die älteste, bekannteste und grundlegendste Erhebung ist bis heute die Volkszählung.
Was ist Mehrfachnutzung?
Der Bundesrat will die Datenbewirtschaftung der öffentlichen Hand durch die Mehrfachnutzung von Daten einfacher und effizienter machen. Personen und Unternehmen sollen den Behörden bestimmte Angaben nur einmal melden müssen. Einmal erfassen, mehrfach verwenden können – das ist das sogenannte Once-Only-Prinzip. Indem gleiche Inhalte einheitlich beschrieben werden, können Daten zwischen Verwaltungsstellen ausgetauscht und für unterschiedliche Aufgaben verwendet werden.
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Inhaltsverzeichnis

Unser Ansatz
Qualität wird in der öffentlichen Statistik seit jeher eine grosse Bedeutung beigemessen. Die Daten und Statistiken des Bundesamtes für Statistik (BFS) werden unabhängig von politischer Einflussnahme und unter Nutzung anerkannter wissenschaftlicher Methoden erstellt. Das BFS legt seine Quellen sowie die Erhebungs- und Bearbeitungsmethoden transparent offen.Auf internationaler und nationaler Ebene wurden grundlegende Prinzipien der öffentlichen Statistik erarbeitet. Das BFS folgt diesen ethischen Grundsätzen sowie gesetzlichen Vorgaben. Seine Informationen und Arbeiten sind umfassend dokumentiert und entsprechen den Datenschutzrichtlinien. Dabei optimiert das BFS das methodische Vorgehen laufend und sichert den Ausgleich zwischen Aussagekraft, Belastung, Ressourcen und Datenschutz. Zum Beispiel koordiniert es seine Erhebungen so, dass eine möglichst geringe Belastung durch Befragungen für Bevölkerung und Unternehmen entsteht. Die Ergebnisse sind über Raum und Zeit vergleichbar. Darüber hinaus setzt sich das BFS mit der Definition von Standards, Beratung und technischer Infrastruktur für die Mehrfachnutzung von Daten ein, damit möglichst viel Mehrwert aus bestehenden Daten geschaffen werden kann.
Register
Register sind der Schlüssel für eine sichere und effiziente Statistik sowie für eine Verwaltung ohne Datendubletten. Zahlreiche Statistiken benötigen als Grundlage verschiedene Informationen, beispielsweise zu Unternehmen oder Gebäuden in der Schweiz. Diese Daten sind in den laufend aktualisierten Registern enthalten, die folglich eine wichtige Datenquelle für Statistiken bilden. Das BFS führt das Betriebs- und Unternehmensregister (BUR), das Register der Unternehmens-Identifikationsnummern (UID) und das eidgenössische Gebäude- und Wohnungsregister (GWR). Es stellt ihre Qualität sicher und garantiert den Zugriff auf einen Teil der darin enthaltenen Daten. Die Aktualisierung dieser Register ist an die administrativen Prozesse gebunden und weitgehend automatisiert. Viele Bundesämter, Kantone, Gemeinden, Unternehmen und Forschungsinstitute nutzen Daten aus den vom BFS geführten Registern. Register sorgen für Transparenz, ermöglichen die Umsetzung des Once-Only-Prinzips (die Daten müssen nur einmal übermittelt werden), einen effizienten Informationsaustausch und die Bereitstellung von Daten für die Statistikproduktion.
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