Unsere Organisation
Das Bundesamt für Statistik (BFS) gehört zum Eidgenössischen Departement des Innern (EDI). Es ist das nationale Kompetenzzentrum der öffentlichen Statistik und zentraler Akteur im Schweizer Datenökosystem.
Rund 850 Mitarbeitende setzen sich mit Erfahrung und Fachwissen für gute Daten und deren wirkungsvolle und effiziente Nutzung ein. Sie erstellen statistische Informationen, fördern die Harmonisierung und Mehrfachverwendung von Daten und entwickelt mit modernen datenwissenschaftlichen Methoden neue Erkenntnisse aus Daten.
Das BFS schafft damit eine verlässliche Grundlage für die öffentliche Meinungsbildung in der Schweiz. Verwaltung, Politik und Wirtschaft erhalten fundierte Daten für die Forschung, Planung und Steuerung. So trägt das BFS wesentlich zu einer modernen demokratischen Staatsführung bei.
Als zentraler Informations- und Datendienstleister des Bundes hat das BFS zwei Tätigkeitsgebiete: Daten und Statistik. Damit vorhandene Daten effizient und wirksam genutzt werden können, betreibt und entwickelt das BFS Register, Plattformen und Fachdienste. Diese unterstützen die Erhebung, Übermittlung, Verwaltung und Mehrfachnutzung von Daten. Zudem führt das BFS ein Kompetenzzentrum für Datenwissenschaft und Künstliche Intelligenz, das moderne Analysemethoden bereitstellt und weiterentwickelt.
Diese Infrastrukturen und Dienstleistungen werden von Bundesstellen, Kantonen, Gemeinden sowie Wirtschaft und Forschung genutzt. So entstehen verlässliche und abgestimmte Datengrundlagen für Planung, Steuerung und Innovation.
Im Bereich Statistik koordiniert das BFS die Bundesstatistik, zu der rund 45 weitere Institutionen und Bundesämter gehören. Es legt einheitliche Grundlagen und Standards fest und sorgt für die nationale und internationale Abstimmung. Damit gewährleistet es vergleichbare, qualitativ hochwertige und vertrauenswürdige Statistiken für die Schweiz.
Unsere Geschichte
Kurz nach der Gründung des Bundesstaats, 1850, wurde in der Schweiz zum ersten Mal eine Volkszählung durchgeführt. Ziel war es, die Bevölkerung systematisch zu erfassen: Wie viele Menschen leben wo? Wie alt sind sie, wie wohnen sie, was arbeiten sie, welche Sprachen sprechen sie? Diese Informationen waren wichtig für die junge Demokratie. Schulen, Spitäler, Wohnraum, Verkehrswege und politische Vertretung konnten basierend auf einer fundierten Grundlage geplant werden.
Iniziiert wurde die Volkszählung von Bundesrat und Statistikpionier Stefano Franscini. Weil er die Auswertung praktisch alleine machen musste, zeigte sich schnell: Die junge Schweiz braucht ein eigenes Amt für Statistik. So entstand 1860 das Eidgenössische Statistische Bureau – der direkte Vorläufer des heutigen Bundesamts für Statistik. Es übernahm die Aufgabe, Erhebungen zu organisieren, Daten zu analysieren und sie der Öffentlichkeit und Politik zugänglich zu machen.
Mit dem Bundesstatistikgesetz, das 1993 in Kraft trat, erhielt die Statistik eine klare rechtliche Grundlage. Das Gesetz regelt, wie Daten erhoben werden, schützt die Privatsphäre der Bevölkerung und garantiert die Unabhängigkeit und Qualität der Statistiken.
Was als Zählung auf Papier begann, ist heute ein modernes, integriertes System aus gezielten Befragungen und der Wiederverwendung von Daten von Behörden. Vorhandene Daten werden wenn immer möglich mehrfach verwendet. Das BFS fördert mit Open Government Data (OGD) den freien Zugang zu Daten der Verwaltung, sorgt mit der Plattform I14Y für eine bessere Vernetzung und Wiederverwendung von Daten im Staat und bietet mit dem Kompetenzzentrum für Datenwissenschaft moderne Analysen und KI-gestützte Anwendungen. Zudem stärkt das Bundesamt für Statistik gezielt die Daten- und Statistikkompetenz – damit Daten nicht nur gesammelt, sondern auch verstanden und sinnvoll genutzt werden.

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