Grundlagen und Studien
Klassifikationen im ambulanten Bereich
Grundlagenbericht zur Klassifikation und Kodierung der Diagnosen und Prozeduren in der ambulanten Gesundheitsversorgung
Gemäss Artikel 59abis (KVV) soll das Departement des Innern (EDI) ausführende Bestimmungen zur Erhebung, Bearbeitung und Weitergabe der Diagnosen und Prozeduren für den ambulanten Bereich unter Wahrung des Verhältnismässigkeitsprinzips erlassen.
Der Bundesratsbeschluss vom 26.4.2017 beauftragt das Bundesamt für Statistik (BFS), einen Bericht hinsichtlich der Analyse der Kodierungsinstrumente zur Abbildung von ambulanten Patientendaten zu erstellen. Das BFS hat die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) mit einem Bericht zu den Grundlagen für die Umsetzung des obengenannten Artikels beauftragt. Dieser Bericht liefert ein besseres Verständnis der Anforderungen für die zukünftigen Bestimmungen von ambulanten Kodierungsinstrumenten und gibt Empfehlungen für das weitere Vorgehen.
Während ambulante Leistungen des Einzelleistungstarifs TARMED, die als Prozeduren verstanden werden können, heute detailliert auf den Rechnungen aufgeführt sind, werden Diagnosen meist gar nicht oder nur in ungenügender Qualität erfasst. Es ist unklar, nach welchen medizinischen Klassifikationen die Diagnosen und Prozeduren kodiert und wie Informationen übermittelt werden sollen. Der vorliegende Grundlagenbericht enthält pragmatische Empfehlungen zu drei möglichen Klassifikationen von Diagnosen und Prozeduren und deren Umsetzung: Es werden der Tessiner Code, der heute am häufigsten verwendet wird, die speziell für die Grundversorgung entwickelte ICPC-2 und die in den Schweizer Spitälern verwendete ICD-10 beschrieben. Dabei hängt grundsätzlich die Wahl der Klassifikation eng vom Verwendungszweck ab, welche die Rechnungstellung, die Morbiditätsstatistiken mit den internationalen Vergleichen, die Kommunikation zwischen Patienten, Leistungserbringern und Kostenträger sowie die Überwachung der Wirtschaftlichkeit und Qualität der Leistungen abbildet. Anhand eines Ländervergleiches werden die Anwendungen der Diagnose-Klassifikationen verglichen und die jeweiligen Herausforderungen einer umfassenden Diagnosen-Kodierung beschrieben. Der Inhalt des vorliegenden Berichtes basiert auf Literaturrecherchen, einer Analyse von Leistungsabrechnungsdaten und zahlreichen Interviews mit Experten des nationalen und internationalen Gesundheitswesens.
Vertiefungsberichte zur Klassifikation und Kodierung der Diagnosen und Prozeduren in der ambulanten Gesundheitsversorgung
Das BFS beauftragte die ZHAW (Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften) zwei Vertiefungsberichte zu den Klassifikationen im ambulanten Bereich zu verfassen. Die Arbeiten sind als wissenschaftliche Ergänzungen zum Grundlagenbericht zur Klassifikation und Kodierung der Diagnosen und Prozeduren in der ambulanten Gesundheitsversorgung einzuordnen.
Basierend auf den Grundlagenbericht werden die Anforderungen an die dem Bundesrat eingereichten ambulanten Tarifstrukturen beschrieben. Der Bericht fasst die Erkenntnisse zusammen, wie die gemeinsame Kodierung von Diagnosen und Prozeduren in der ambulanten Versorgung die Weiterentwicklung der Tarifstrukturen unterstützten kann.
ICD-11
Grundlagenbericht bezüglich der Einführung der 11. Revision der internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD-11) und deren Auswirkung auf die nationalen Anwendungszwecke
Die internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme ICD wurde durch die WHO grundlegend überarbeitet und die 11. Revision der ICD per 1. Januar 2022 weltweit in Kraft gesetzt. Die Umstellung hat in der Schweiz weitreichende Folgen, da die aktuell benutzte ICD-10 zu verschiedenen Anwendungszwecken verwendet wird. Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat deshalb ein externes Mandat erteilt, das die Auswirkungen der Einführung der 11. Version, der ICD, auf die nationalen Anwendungsbereiche der Schweiz ermittelt.
Der vorliegende Bericht analysiert die Struktur der ICD-11, identifiziert die Chancen und Risiken des Wechsels dieser Diagnoseklassifikation von der 10. auf die 11. Revision und ermittelt den mit der Einführung verbundenen Aufwand, um daraus möglichst konkrete Empfehlungen für die Implementation der ICD-11 in der Schweiz abzuleiten. Dabei wurden inhaltliche, organisatorische sowie infrastrukturelle Auswirkungen der Überleitung berücksichtigt.
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Sektion Gesundheit der Bevölkerung Medizinische Kodierung und Klassifikationen
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